Der Petersberg, in frühgeschichtlicher Zeit Kultstätte und Fluchtburg. 1060 Umwandlung des verm. merowingischen Kollegiatstiftes in ein Mönchskloster.
Nach einen Brand 1080 entstand 1103-1147 die Peterskirche, eine romanische Basilika. Sie gehörte zu dem Mönchskloster St. Peter und Paul des Benediktinerordens.
1664 bis 1707 wurde die
gewaltige Zitadelle auf dem Petersberg auf Veranlassung des damaligen Erzbischofes von Mainz, Johann Philipp von Schönborn,
errichtet. Sie war damals eine bedeutende Stadtfestung und sollte im 17. Jh. die rebellischen Bürger der Stadt Erfurts zu Gehorsam zwingen.
Zur rückwärtigen Deckung der Festung entstand zusätzlich die Zitadelle Cyriaksburg. Der Petersberg ist die höchste Erhebung innerhalb der
damaligen Stadtmauern. Am Bau der Festung wirkten bekannte Baumeister wie der Italiener Antonio Petrini und Maximilian von Welsch mit. Mehrere Teile, der
in drei Bauabschnitten errichteten Festung, wurden längst wieder abgetragen. Dennoch ist sie heute ein gewaltiges Denkmal der Festungsbaukunst.
Verschieden Truppen waren auf der Festung stationiert, unter anderem mainzer, französische und preußische Soldaten. 1813 sperrten Franzosen hier Geiseln
aus Erfurt ein, 1848 diente sie als Kerker für aufständige Demokraten. Während der Zeit des Kapp-Putsches hatte hier das reaktionäre Freikorps Thüringen
seinen Sitz. Nach 1933 wurden verhaftete Antifaschisten auf den Petersberg verschleppt. Nicht nur die sehenswerte Zitadelle, sondern auch der schöne
Panoramablick über die Altstadt von Erfurt, lohnen einen Besuch auf dem Petersberg.
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